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Das BuchAls ich alt genug war, erkannte ich, dass dieses Heft mein Leben symbolisiert:

Die meisten dieser Texte wurden auf kleine Notizbuchseiten, Servietten oder sogar Bierdeckel geschrieben. Heute ruhen sie in einem uralten Plastikordner.

Heute würde man sein iPhone herausnehmen und einige mehr oder minder vielsagende Worte an seine „Freunde“ posten. 1972 gab‘s das nicht. Wenn man da alleine war, dann war man das auch, basta.

Ich habe diese Texte im Laufe der Jahre schon sehr oft in Händen gehalten und ihnen immer wieder eine andere Form gegeben. Zuerst die Handschrift, dann immer bessere Schreibmaschinen und nun der große Sprung ins nächste Jahrhundert: digital.

Die meisten der Menschen – damals hätte ich wohl Freunde gesagt, weil man in dem Alter noch nicht so differenziert denkt und urteilt – sind über die Jahre aus meinem Leben verschwunden, einige wenige sind geblieben oder wieder aufgetaucht.

Und übrigens geht es ganz gut auch ohne die eine oder andere ganz große Liebe von damals.

Eins hat sich aber fast gar nicht geändert: Ich wohne jetzt schon wieder über 25 Jahre ziemlich genau gegenüber der Stelle, wo wir uns damals mit den Mädels von den anderen Schulen trafen und wo es den ersten Kuss gab.

Wenn ich da runter sehe, meine ich manchmal, mich dort sitzen zu sehen! :-)) Ach, und noch eins: Der Künstlername Chaim Vaurien kommt, was den Vornamen betrifft, von meinem damaligen Respekt vor dem tapferen Widerstand der Juden in Palestina gegen ihr arabisches Umfeld und den Nachnamen habe ich gewählt, weil ich mich für das hielt, was er bedeutet: einen Taugenichts!

… was aus einem Hobby so alles werden kann!